Schlagwort-Archiv: 19. Jahrhundert

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Realismus

Der Ausdruck Realismus bezeichnet:

In der Kunst- und Literaturgeschichte

  • in Kunst und Literatur einen wirklichkeitsnaher Darstellungsstil.
  • in der Literatur verschiedene Strömungen (Siehe: Realismus (Literatur)), darunter
    • Realismus im 19. Jahrhundert
    • magischer Realismus, eine künstlerische Strömung in den 1920er Jahren
    • sozialistischer Realismus, die dominierende Stilrichtung in der Sowjetunion, in der VR China bis 1978 und im Ostblock
  • in der bildenden Kunst mehrere Bewegungen (Siehe: Realismus (Kunst)), darunter:
    • Realismus als wichtige Kunstbewegung des 19. Jahrhunderts
    • magischer Realismus, eine künstlerische Strömung in den 1920er Jahren
    • sozialistischer Realismus, die dominierende Stilrichtung in der Sowjetunion, in der VR China bis 1978 und im Ostblock.
    • Phantastischer Realismus, eine vom Surrealismus beeinflusste Stilrichtung, aufgekommen nach dem Zweiten Weltkrieg vornehmlich in Deutschland und Österreich
    • Hyperrealismus, eine in den 1970er Jahren aufgekommene Strömung, die Photorealismus anstrebt

Romantik

Die Stilepeoche der Romantik

Romantik bezeichnet eine literarische und kunsthistorische Epoche zwischen 1795 und 1848. Weiterhin bezeichnet der Begriff Romantik mit dem Adjektiv romantisch die Eigenschaft einer Sache, das Herz mit Liebe zu erfüllen, z. B. in ?romantische Liebe?, ?romantische Musik? oder ?ein romantischer Brief?.

Der Romantiker geht aus von einem Bruch, der die Welt gespalten habe in die Welt der Vernunft, der ?Zahlen und Figuren? (Novalis), und die Welt des Gefühls und des Wunderbaren. Treibende Kraft der deutschen Romantik ist eine Sehnsucht nach der Heilung der Welt, nach der Zusammenführung von Gegensätzen zu einem harmonischen Ganzen. Hinführende Orte und Manifestationen dieser Sehnsucht sind nebelverhangene Waldtäler, mittelalterliche Kloster-Ruinen, alte Mythen und Märchen, die Natur etc. Ein zentrales Symbol für diese Sehnsucht oder deren Ziel ist die Blaue Blume. Die Sehnsucht richtet sich auf etwas Unbestimmtes oder Unerreichbares. Aus diesem Grunde wird sie nie befriedigt und kann um ihrer selbst willen dauerhaft genossen und ausgelebt werden.

Im Gegensatz zu der Aufgabe der Dichter der Weimarer Klassik und Aufklärung/Sturm und Drang, nämlich der Erziehung des Volkes durch die Literatur, sahen die Dichter der Romantik ihre Aufgabe in der Heilung des Risses, der durch die Welt und damit durch die Individuen geht, mystisch überhöht im Begriff des ?Dichterpriesters?. Eine Möglichkeit dazu bietet die Kunst, denn ?die Welt hebt an zu singen/Triffst Du nur das Zauberwort? (Eichendorff).

Die Romantiker suchten die verloren gegangene Welt in den Werken aus der ?Kindheit der Menschen?, also in den Märchen und Sagen, in den Volksliedern, im Mystizismus des Mittelalters. Das ?Wahre? wurde nicht im Intellektuellen gesehen, sondern in dem als natürlich und wahrhaftig angesehenen Verhalten des einfachen Volkes. Volkstänze flossen z.B. in die romantische Musik ein (z. B. Franz Schubert). Die Brüder Grimm sammelten die Sagen und Märchen der mündlichen Volksüberlieferung.

Allerdings birgt die ?andere Welt? auch Gefahren. Diese Nachtseite der Romantik, geprägt von Teufelspakten, Wahnsinn, Gespenstern, Schuld und Tod, findet sich z. B. besonders ausgeprägt bei E. T. A. Hoffmann.

Die Romantik ist auch als Gegenströmung zur Aufklärung (Vernunft) zu begreifen und daher im politischen Raum noch heute ein aktueller Begriff.

Eine neue Sicht auf die Romantik ermöglichte Arno Schmidt; konzentriert programmatisch zu lesen etwa in seinem Dialog über Ludwig Tieck: „FÜNFZEHN“. Vom Wunderkind der Sinnlosigkeit (1959). In: Werke. Bargfelder Ausgabe. Werkgruppe II, Band 2, S. 285-333. Zürich: Haffmans 1990.

Queen Anne Stil

Queen Anne Stil

Der Queen Anne Stil ist ein englischer Möbelstil  und entstand ab den 1870er Jahren. Er ist nicht unter der gleichnamigen Königin Anne (1702 – 1714), von Großbritannien entstanden, wie der Name vermuten lässt. Dieser ist mit dem holländischem und französischem Barock verwandt und bezieht sich auf die damalige Architektur.

Naturalismus

Der Naturalismus im engeren Sinn ist eine Strömung in Literatur, Kunst und Theater von ca. 1880 bis 1900. Schon Im 18. Jahrhundert allerdings wurde Jean-Jacques Rousseaus "Zurück zur Natur" als Naturalismus bezeichnet.

Der Naturalismus des 18. Jahrhunderts fordert den unverbildeten Künstler ("Als Sänger ist er Naturalist" hieß: Er hat nie akademischen Gesangsunterricht genossen.), während der Naturalismus des späteren 19. Jahrhunderts den Experten als Naturbeobachter voraussetzt. Dem älteren wie dem neueren Naturalismus gemeinsam ist das Bemühen, dem Ungeschliffenen, Unterprivilegierten, "Hässlichen" einen Platz in der Kunstwelt zu verschaffen.

Die Abgrenzung des Naturalismus vom Realismus ist oft problematisch.

Konstruktivismus

Konstruktivismus , von lateinisch constructio, „Zusammenfügung“, „Bau“.

Als streng gegenstandslose Stilrichtung der Malerei der Moderne in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts baut der Konstruktivismus der in Russland entwickelt wurde – ebenso wie der niederländische De Stijl – auf dem Suprematismus russischer Maler wie Kasimir Malewitsch (1878-1935) auf. Charakteristisch ist ein einfaches geometrisches Formenvokabular wie auf dem berühmten Bild Schwarzes Quadrat auf weißem Grund. Die neue Kunstrichtung, der in den theoretischen Manifestationen auch ein gesellschaftliches Moment innewohnte, hatte auch Einfluss auf die zeitgenössische Plastik und Architektur. Obwohl der Versuch, Kunstobjekte mittels mathematisch fundierter Konstruktionen zu erstellen, nicht neu ist (vgl. * Goldener Schnitt), wird der Terminus Konstruktivismus im Allgemeinen nur für moderne Kunst gebraucht, zumeist in Verbindung mit geometrischen Abstraktionen und technoiden Gestaltungsformen. Der Konstruktivismus ist eine Ausdrucksform der abstrakten Kunst, parallel zum * Dadaismus in den 1920er Jahren. Die Anhänger des Konstruktivismus vertraten ein geometrisch-technisches Gestaltungsprinzip mit meist großen Farbflächen und geometrischen Grundformen.

Die Architektur galt dem Konstruktivismus gleichsam als „Mutter aller Künste“. Der Name Konstruktivismus soll 1913 erstmals für abstrakte Reliefkonstruktionen Wladimir Tatlins sowie für Werke des russischen Malers Kasimir Malewitsch verwendet worden sein, der im so genannten programmatischen Nullpunkt auf ein weißes Quadrat ein schwarzes „vollkommenes“ Viereck malte und umgekehrt (s. * Suprematismus). Die Künstler des Konstruktivismus bezeichneten sich selbst als „Bildner“ und lehnten naturalistische „Nachbildungen“ kategorisch ab.

Der russische Konstruktivismus weist nach dem Umsturz von 1917 aufgrund der revolutionären politischen Situation oft propagandistische Züge auf. So baute man 1920 in Petrograd nach den Entwürfen Tatlins ein 30 m hohes Holzobjekt als Modell für einen geplanten, aber nie realisierten 400 m hohen Stahlgerüst-Pavillon, der ein Monument der III. Kommunistischen Internationale werden sollte. Es war vorgesehen, die einzelnen Teile wie die beweglichen Sphären eines Planetariums zu konstruieren. In dem 1920 von Tatlin und den Brüdern Pevsner mit staatlicher Unterstützung veröffentlichten Manifest wurden der konstruktive Realismus und die Kinematik als Gestaltungsprinzipien hervorgehoben. Da, wie Lenin meinte, die Kunst nur dann politisch verwertbar sei, wenn sie auch von der Allgemeinheit verstanden und akzeptiert werde, erfolgte in Russland eine Ablöse des Konstruktivismus durch den * Sozialistischen Realismus. Abgesehen von seinem russischen Ursprung, wurde der Konstruktivismus auch von den Künstlervereinigungen * de Stijl, * Bauhaus und von der * konkreten Kunst beeinflusst. Die auf der russischen Ausgangsbasis aufbauende Strömung wird analytischer Konstruktivismus genannt.

Wie Malewitsch malten z. B. auch Josef Albers, Lyonel Feininger und Victor Vasarely streng geometrische Formen. Auch Max Bill, Richard Paul Lohse und Barnett Newman vertraten das konstruktive Prinzip. Oskar Schlemmer wurde für seinen figuralen Konstruktivismus bekannt. Die der englischen Gruppe „Unit one“ angehörenden Maler sympathisierten mit dem Konstruktivismus, bevorzugten aber weniger gebundene Formen. Der Konstruktivismus war eine der frühen Strömungen moderner Kunst, mit der sich eine große Anzahl Bildender Künstler auseinandersetzte.

 

Impressionismus

Der Impressionismus (v. lat.: impressio = Eindruck; über das französische impressionnisme) ist eine Stilrichtung vor allem in der Malerei. Wie der Symbolismus und der Expressionismus ist der Impressionismus eine Gegendarstellung zum Naturalismus. Die Maler des Impressionismus versuchten einen Gegenstand in seiner augenblicklichen, zufälligen Erscheinungsform zu erfassen statt in seiner inhaltlichen Bedeutung. Besonders eindrückliche Beispiele dafür sind die Landschaftsbilder, die meist direkt in der freien Natur (en plein air) entstanden und nicht wie bis dahin üblich im Atelier.

Georgianisch

Mit Georgianischer Architektur bezeichnet man einen Architekturstil, der in den englischsprachigen Ländern zwischen circa 1720 und 1840 weit verbreitet war. Der Name kommt von vier britischen Monarchen mit Namen George, die in dieser Zeit in Großbritannien regierten.

Mehr als jede andere Periode der englischen Architekturgeschichte bezieht sich die Georgianische Architektur auf die Klassik der Griechen und Römer. Dieser Rückbezug war schon ein typisches Merkmal der Renaissance. Der Stil ist dem Klassizismus beziehungsweise Neoklassizismus auf dem europäischen Festland verwandt.

Typische Elemente der Georgianischen Architektur sind (in regionaler Ausprägung unterschiedlich):

Grundriss:

  • symmetrische Gliederung

Fassade:

  • klare, symmetrische Gliederung
  • Kontrast von flächigen Backsteinflächen (England) beziehungsweise farbigen Putzflächen (Amerika) und weiß verputzten Ornamenten
  • Einsatz von Ornamenten wie Zierbögen, Pilastern
  • Repräsentative Eingangssituation mit einem Portal, das von Pilastern gesäumt ist, Ziergiebel und Freitreppe. Die Eingangstüren haben halbrunde Oberlichter und sind oft farbig gestaltet.
  • Sockel („water table“), der um das Gebäude herumläuft.

Stil: Stilepochen vom 15. bis 20. Jahrhundert

Hier können Sie sich genauer über die einzelnen Stilepochen vom 15. bis 20. Jahrhundert informieren. Die Inhalte sind von der Wikipedia und Fachliteratur inspiriert und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.

Jugendstil

Jugendstil (1890-1910)

Der Jugendstil ist eine kunstgeschichtliche Epoche um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Weitere Bezeichnungen sind Art Nouveau, Modern Style, Modernismo, Stile Liberty oder Wiener Secession.

Der Begriff ist nur im deutschsprachigen Raum, den Niederlanden und in Lettland in mode, so benannt nach der 1896 gegründeten Münchner illustrierten Kulturzeitschrift Die Jugend. Dabei ist dieser Begriff in seinem heutigen relativ wertfreien Sinne durch die spätere kunstgeschichtliche Rezeptionsliteratur geprägt worden. Beim Aufkommen des Begriffs um 1901 wird der Jugend- und Secessionsstil in den einschlägigen Zeitschriften (‚Dekorative Kunst‘, Autoren: Hermann Muthesius, Julius Meier-Graefe) als kritisches Etikett für die modische Popularisierung und die dabei als karikierend empfundene Nachahmung der neuen Formen in den (Einzel-)Werken von Künstlern wie etwa van de Velde durch die Industrie mit ihrer (‚billigen‘) kunstgewerblichen Massenproduktion verwendet.

Äußerlich kennzeichnende Elemente des Jugendstils sind dekorativ geschwungene Linien sowie flächenhafte florale Ornamente und die Aufgabe von Symmetrien.

Bei solchen formalen Klassifizierungen darf allerdings nicht übersehen werden, dass der 1895 und 1900 keineswegs eine so geschlossene Bewegung war, wie die Bezeichnung ‚Jugendstil‘ heute bei uns den Anschein erwecken mag. Es handelt sich um eine Reihe von teilweise auch sehr divergierenden Strömungen innerhalb Europas, die sich allenfalls in der Abkehr vom Historismus wirklich ‚einig‘ waren, also der Ablehnung der bis dato gängigen Praxis der Nachahmung historisch überlieferter Formvorbilder.

Mit dem Jugendstil verbinden sich zahlreiche künstlerische Programme und Manifeste. Er steht im heutigen Verständnis unter anderem auch für große gesamtkünstlerische Gestaltungen, wie etwa dem Palais Stoclet in Brüssel, in der alles vom äußeren Bauwerk bis zur dekorativen Innenausstattung im einheitlichen Sinne durchgestaltet wurde. Damit wurde auch die Forderung nach der großen Verschmelzung von ‚Kunst und Leben‘ verknüpft, der Wiedereinbeziehung der Kunst in das Alltägliche, im Sinne einer umfassenden künstlerischen Neugestaltung aller alltäglichen Dinge, wobei den dekorativen Künsten ein ganz besonderes Gewicht zukam. In diesem Punkt knüpfte der Jugendstil allerdings an den Historismus an, der bereits das „Gesamtkunstwerk“ zum Programm erhoben hatte. Zugleich war dies der programmatische Gegenentwurf zur Abgehobenheit und Abgesondertheit auratischer Kunstwerke in der reinen Sphäre der sogenannten ‚hohen‘ oder Bildenden Kunst.

Zur Programmatik des Jugendstils gehörte aber auch die Forderung nach Funktionalität und Ausdruck der Funktion in der Erscheinung der Dinge, dass also die Funktionen eines Gebäudes auch dessen Gestaltung sichtbar bestimmen sollte. So beispielsweise sollten die Fassaden nicht länger symmetrisch und von axialen Aufteilungen bestimmt sein müssen, sondern einer aus dem Grundriss entwickelten Raumvorstellung folgen dürfen. Insgesamt gehört die Abkehr von den historischen Bauformen und die intensive Suche nach neuen dekorativen Gestaltungsmöglichkeiten in Architektur und Kunstgewerbe zum erklärten Programm vieler Künstler des Jugendstils. Eines der zentralen Fragen des Jugendstils war in gewisser Weiterführung der Stildebatten des 19. Jahrhunderts die Frage nach dem sog. ‚modernen‘ Stil, dem ‚Stil unserer eigenen Zeit‘.

Empire

Empire (1805-1830)

Das Empire ([ɑ̃’piːr], frz. ?Kaiserreich?) ist eine Stilrichtung innerhalb des Klassizismus, die im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts in Frankreich entstand und fest an den Personenkult um Napoleon I. gebunden war. Sie erfasste sowohl Innenraumdekoration und Möbelkunst wie auch das Kunsthandwerk und die Kleidermode.

Der Empirestil hatte vor allem Repräsentation und Dekoration zum Ziel; Geradlinigkeit, Strenge und Feierlichkeit sollten Größe und Macht veranschaulichen.

Den Anfang markierte vor allem der Maler Jacques-Louis David, der in seinen Gemälden Napoleon als Feldherrn und Kaiser glorifizierte. In der Baukunst waren die von Napoleon bevorzugten Architekten Pierre-Francois-L?onard Fontaine und Charles Percier führend.

Zwischen 1804 und 1814 verbreitete sich der Empirestil von Frankreich aus in ganz Europa, vor allem aber in den unter Napoleons dauerhaftem Einfluss stehenden Gebieten Italien und den Rheinbundstaaten.

Für die Möbel wurden Mahagoni, Ebenholz und Zeder bevorzugt, mit Applikationen aus Goldbronze (etwa Löwenfüße), Samt und Marmor wurde der Ausdruck gesteigert. Griechische, ägyptische und römische Motive waren in allen Bereichen sehr beliebt (ein Grund dafür war sicherlich der Ägyptenfeldzug Napoleons).

Der Begriff zweiten Empire bezeichnet einen französischen Kunststil innerhalb des Historismus zur Zeit Kaiser Napoleons III.

Von ?http://de.wikipedia.org/wiki/Empire_%28Stilrichtung%29?

Klassizismus

Klassizismus (1770-1830)

Klassizismus ist in der Kunstgeschichte ein Name für eine Stilepoche, in der die Nachahmung des klassischen Altertums (vorrangig die griechische Antike, der griechische Tempelbau) zum Programm erhoben wird.

Die Abgrenzung dieser Epoche ist nicht einfach. So bezeichnet man beispielsweise die Baukunst Palladios (1508 bis 1580) als Klassizismus, ebenso die Kunst Frankreichs, Hollands und Englands im 17. Jahrhundert. Tatsächlich gibt es seit der Renaissance (die ja selbst eine Interpretation der antiken Kunst darstellt) eine klassizistische Unterströmung, die auch in der Zeit des Barock immer wirksam bleibt (Barock-Klassizismus), wofür die Bildhauerei Donners und seiner Nachfolger ein gutes Beispiel bietet. Besonders in England und Frankreich dominiert ein klassizistischer Grundgeschmack (Go?t classique) das ganze 17. und 18. Jahrhundert.

Hauptsächlich aber wird als ‚Klassizismus‘ eine Epoche der gesamten Kunstgeschichte im späten 18. Jahrhundert und frühen 19. Jahrhundert (etwa zwischen 1770 und 1830) bezeichnet, welche die (vor allem griechische) Klassik zu erneuern versuchte. Als ihr geistiger Begründer im deutschsprachigen Raum gilt Johann Joachim Winckelmann. In Frankreich beginnt die Epoche des Klassizismus in der Regierungszeit von Ludwig XV.. Während einer Übergangszeit von 1750-1760, die als style transition bezeichnet wird, finden sowohl Elemente des Rokoko, des go?t pittoresque als auch als klassische Formen Verwendung. Der Frühklassizismus wird in Frankreich auch als go?t grec bezeichnet, geht nach 1770 in den go?t ?trusque der Regierungszeit Ludwig XVI über.