Schlagwort-Archiv: 18. Jahrhundert

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Regence

Was bedeutet Regence?

Der Begriff Regence stammt aus dem französischem und bedeueet „Regentschaft“. Die Zeit des Regnence war zwischen 1715-1723 und bezeichnet den Einrichtungsstil im 18. Jahrhundert zwischen dem Barock und Rokoko.

Georgianisch

Mit Georgianischer Architektur bezeichnet man einen Architekturstil, der in den englischsprachigen Ländern zwischen circa 1720 und 1840 weit verbreitet war. Der Name kommt von vier britischen Monarchen mit Namen George, die in dieser Zeit in Großbritannien regierten.

Mehr als jede andere Periode der englischen Architekturgeschichte bezieht sich die Georgianische Architektur auf die Klassik der Griechen und Römer. Dieser Rückbezug war schon ein typisches Merkmal der Renaissance. Der Stil ist dem Klassizismus beziehungsweise Neoklassizismus auf dem europäischen Festland verwandt.

Typische Elemente der Georgianischen Architektur sind (in regionaler Ausprägung unterschiedlich):

Grundriss:

  • symmetrische Gliederung

Fassade:

  • klare, symmetrische Gliederung
  • Kontrast von flächigen Backsteinflächen (England) beziehungsweise farbigen Putzflächen (Amerika) und weiß verputzten Ornamenten
  • Einsatz von Ornamenten wie Zierbögen, Pilastern
  • Repräsentative Eingangssituation mit einem Portal, das von Pilastern gesäumt ist, Ziergiebel und Freitreppe. Die Eingangstüren haben halbrunde Oberlichter und sind oft farbig gestaltet.
  • Sockel („water table“), der um das Gebäude herumläuft.

Gustavianischer Stil

Gustavianischer Stil ist eine schwedische Form des Louis-Seize (1771-1791).

Als gustavianischen Stil bezeichnet man den klassizistischen Stil in der Architektur, im Design und im Kunsthandwerk in Schweden zur Zeit Königs Gustavs III. Der gustavianische Stil ist stark beeinflusst vom französischen Klassizismus zur Zeit König Ludwigs XVI., hat aber auch direkte Vorbilder in der Antike.

Wichtige Vertreter dieses Stils in Schweden sind die Architekten Jean Eric Rehn, Carl Fredrik Adelcrantz, Erik Palmstedt und Louis Masreliez. Als Möbelbauer sind vor allem G. A. Ditzinger, Georg Haupt, Gottliebt Iwersson und Erik Öhmark, als Silberschmiede Petter Enroth und Pehr Zethelius bekannt.

Noch gut erhaltene Einrichtungen im gustavianischen Stil kann man in den Schlössern Övedskloster, Sturehov und Tullgarn sowie im königlichen Pavillon von Haga sehen.

Von http://de.wikipedia.org/wiki/Gustavianischer_Stil

Stil: Stilepochen vom 15. bis 20. Jahrhundert

Hier können Sie sich genauer über die einzelnen Stilepochen vom 15. bis 20. Jahrhundert informieren. Die Inhalte sind von der Wikipedia und Fachliteratur inspiriert und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.

Klassizismus

Klassizismus (1770-1830)

Klassizismus ist in der Kunstgeschichte ein Name für eine Stilepoche, in der die Nachahmung des klassischen Altertums (vorrangig die griechische Antike, der griechische Tempelbau) zum Programm erhoben wird.

Die Abgrenzung dieser Epoche ist nicht einfach. So bezeichnet man beispielsweise die Baukunst Palladios (1508 bis 1580) als Klassizismus, ebenso die Kunst Frankreichs, Hollands und Englands im 17. Jahrhundert. Tatsächlich gibt es seit der Renaissance (die ja selbst eine Interpretation der antiken Kunst darstellt) eine klassizistische Unterströmung, die auch in der Zeit des Barock immer wirksam bleibt (Barock-Klassizismus), wofür die Bildhauerei Donners und seiner Nachfolger ein gutes Beispiel bietet. Besonders in England und Frankreich dominiert ein klassizistischer Grundgeschmack (Go?t classique) das ganze 17. und 18. Jahrhundert.

Hauptsächlich aber wird als ‚Klassizismus‘ eine Epoche der gesamten Kunstgeschichte im späten 18. Jahrhundert und frühen 19. Jahrhundert (etwa zwischen 1770 und 1830) bezeichnet, welche die (vor allem griechische) Klassik zu erneuern versuchte. Als ihr geistiger Begründer im deutschsprachigen Raum gilt Johann Joachim Winckelmann. In Frankreich beginnt die Epoche des Klassizismus in der Regierungszeit von Ludwig XV.. Während einer Übergangszeit von 1750-1760, die als style transition bezeichnet wird, finden sowohl Elemente des Rokoko, des go?t pittoresque als auch als klassische Formen Verwendung. Der Frühklassizismus wird in Frankreich auch als go?t grec bezeichnet, geht nach 1770 in den go?t ?trusque der Regierungszeit Ludwig XVI über.

Barock

Barock (1600-1770)

Die Bezeichnung dieser Epoche geht auf das 17. Jahrhundert zurück und leitet sich vom portugiesischen barroca oder italienischen barocco (schief, eigenartig) ab – in Anklang an p?rola barroca (unregelmäßig geformte Perle). Die genaue Etymologie ist unsicher (lat. veruca, Wucherung?). Es wird eine Beeinflussung im Französischen durch den Namen des Syllogismus baroco angenommen, mit dem in der Renaissance das verschnörkelte Denken und Argumentieren der Scholastik verspottet wurde. Erwin Panofsky favorisiert diese Bedeutungsherleitung: ?Derart kam es zustande, dass das Wort Baroco dazu diente, alles Wild-Verworrene, Unklare, Wunderliche und Nutzlose zu kennzeichnen? (What ist baroque?, 1935; siehe unter „Literatur“). Das Eigenschaftswort barock steht heute auch für verschnörkelt, überladen und vereinzelt für seltsam-grotesk. Die geistige Grundlage des Barock ist trotz aller Verbindung völlig anders als die der Renaissance. Nicht mehr Optimismus, sondern Pessimismus prägt das Lebensgefühl. Die Zeitereignisse (Dreißigjähriger Krieg) haben den mittelalterlichen Dualismus zwischen Diesseits und Jenseits wiederbelebt.

Im 19. Jahrhundert verstand man unter Barock zunächst ausschließlich die der Renaissance folgende Kunstepoche zwischen etwa 1570/1600 und 1750. In diesem Sinne hat Jakob Burckhardt seit 1855 das Wort verwendet. Diese Terminologie wurde in anderen Sprachen übernommen und bald international verwendet. Der Literaturhistoriker Fritz Strich (1882-1963) übertrug den Begriff Barock auf die Literatur des 17. Jahrhunderts. Im 20. Jahrhundert setzte sich der Begriff Barock für die gesamte historische Epoche durch.

In der Kunstgeschichte gilt die Einteilung für die Baukunst, die bildende Kunst und für die Musik, wobei die Epochengrenzen zwischen den Künsten abweichen. Barock wird auch als Zeitalter der Theatralik und Inszenierung bezeichnet. Die Barockmusik ist regelhaftig und pathetisch. Kunstgeschichtlich wird der Barock unterteilt in die Epochen Frühbarock, Hochbarock und Spätbarock. Die kunstgeschichtliche Spätphase des Barock, das Rokoko (in Deutschland ca. 1730-1770), wird häufig als eigener Stil bezeichnet. Was für den Stilwandel in der Musik zutrifft (siehe Vorklassik), ist jedoch für andere Kunstbereiche weniger deutlich. Die Literatur bezeichnet ausschließlich das 17. Jahrhundert als Barock, hingegen das vorklassische 18. Jahrhundert als Aufklärung bzw. Empfindsamkeit.
Politisch entspricht der Barock dem Ende des Dreißigjährigen Krieges, dem Zeitalter des Absolutismus und – speziell in Mitteleuropa – dem Aufatmen nach den Türkenkriegen.
Die breite universitäre Philosophie beschäftigte sich vor allem mit den Themen der Barockscholastik. Daneben kennzeichneten die Strömungen des Rationalismus und des Empirismus die Philosophie dieser Zeit. Die wichtigsten Philosophen sind Hobbes, Descartes, Spinoza und Leibniz.
Religionsgeschichtlich wird der Barock eingeleitet durch die vor allem von den Jesuiten getragene Gegenreformation.
Die Malerei der Hochrenaissance war um harmonische, ausgewogene und formstrenge Komposition bemüht. In der Spätrenaissance bzw. im Manierismus geriet dieses Gleichgewicht aus den Fugen. In der Barockmalerei kam es zu einer Synthese von Manierismus und Hochrenaissance. Mit dem Manierismus widmete sich die Malerei zum ersten Mal explizit dem Unausgewogenen und Bizarren. Kennzeichen dessen sind die so genannten figurae serpentinatae. Sie thematisieren menschliche Affekte. Die Barockmalerei ließ diese tiefen menschlichen Affekte nicht unvermittelt stehen, sondern verdichtete sie zu einer Gesamtaussage höchster Dramaturgie.

In der barocken Malerei herrschen dem entsprechend dynamische Bildwelten vor, welche für religiöse Themen ebenso wie für weltliche, mythologische oder Landschaftsdarstellungen verwendet werden.

Als Begründer des barocken Stils gelten Caravaggio mit seiner derb-realistischen Hell-Dunkel-Malerei und die Carracci in Rom. Weitere berühmte italienische Barockmaler sind Guido Reni, Pietro da Cortona, Carlo Carlone und Domenichino. In der flämischen Malerei war Peter Paul Rubens mit seiner Schule führend, in Spanien Diego Velazquez. In Holland dominierten Frans Hals und Rembrandt.