|
Kamee (auch Kameo / Cameo) ist die Bezeichnung für einen als erhabenes Relief aus einem Schmuckstein Lavagestein oder einer Molluskenschale hergestellten Steinschnitt. Im Gegensatz zum Kamee wird bei einer Gemme das Motiv in den Stein vertieft eingeschnitten. Kameen sind seit dem 4. Jh. v. Chr. bekannt. Sie erlebten sowohl in der Renaissance als auch im 17. bzw. 18. Jahrhundert eine Blütezeit. Für den Ursprung des Begriffs gibt es verschiedene Überlieferungen wie z.B. aus dem persischen chumahäu, im mittelalterlichen Latein findet man das Vokabel camahatus. Im Italienischen chama, die Muschel, abgeleitet von den Muschelcam?en. Im deutschsprachigen Raum verwendet man seit dem 14.Jahrhundert verschiedene Ableitungen: gamah, gammaho, gämahü, gamähinstein, gamaphe, camache, camaie, camme, camm?e. Daraus lässt sich erkennen, wie schwierig es war, im Sprachlabyrinth die dementsprechende Definition zu finden und bei vielen Fachgesprächen kann man heraushören, dass sie noch immer nicht geklärt ist.
|