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Das Fin de siècle (franz. "Ende des Jahrhunderts" oder "Ende der Welt") bezeichnet die Zeit von 1890 bis 1914 mit de Konnotation der Dekadenz, die als zwangsläufige Folge einer fruchtbaren Epoche (Belle Epoque) angesehen wird.
Die Bezeichnung dieser Ära wurde von einem Theaterstück gleichen Titels von Francis de Jouvenot und H. Micard übernommen. Die Komödie wurde am 17. April 1888 im Théatre Chateau-d' Eau in Parisuraufgeführt.
Die Literaturepoche wird auch "Dekadenzdichtung" genannt. Sie wird 1910 vom Expressionismus abgelöst.
Obwohl der Begriff in Frankreich geprägt wurde und sich auf ein spezifisch französisches Lebensgefühl der Zeit bezieht, wird Fin de siècle auch für die allgemeine Befindlichkeit der kulturellen Szene vor dem Ersten Weltkrieg verwendet.
Diese Zeit ist geprägt von einem Schwanken zwischen Aufbruchsstimmung, Zukunftseuphorie, diffuser Zukunftsangst (siehe Degeneration) und Regression, Endzeitstimmung, Lebensüberdruss, Weltschmerz, Faszination von Tod und Vergänglichkeit, Leichtlebigkeit, Frivolität und Dekadenz.
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