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Fayence, von der italienischen Stadt Faenza abgeleitete französische Bezeichnung für Tonware mit porösen Scherben, die mit einer deckenden weißen oder farbigen Zinnglasur überzogen, meist mit Scharffeuer - oder Muffelfarben dekoriert und mehrmals gebrannt wird.
Fayenceähnliche Techniken gibt es schon seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. Fayence im eigentlichen Sinne wurde schon im 5. Jahrhundert in Persien hergestellt, dann in Mesopotamien, später im islamischen Kulturkreis verbreitet, von dort nach Spanien eingeführt und gelangte im 14. und 15. Jahrhundert über Mallorca, dessen Erzeugnisse danach die Bezeichnung Majolika (ital. Maiolica) erhielten, nach Italien. Bedeutende Herstellungszentren wurden hier Faenza, Orvieto, Urbino, Deruta, Gubbio, Siena und Cafaggiolo. Im 16. und 17. Jahrhundert arbeiteten schweizerische, französische und niederländische Werkstätten nach italienischem Vorbild. Zentren in Frankreich wurden unter anderem Nevers, Rouen, Moustiers-Sainte-Marie und Marseille, in Holland besonders Delft. Deutsche Fayence-Manufakturen waren zunächst stark von Holland beeinflusst. Bedeutende Manufakturen entstanden unter anderem in Kassel, Hanau, Frankfurt am Main, Berlin, Braunschweig, Dresden, Ansbach, Nürnberg, Bayreuth, Kelsterbach und Abtsbessingen. Die norddeutsche Fayence wurde insbesondere durch die Manufakturen in Kellinghusen, Stockelsdorf (Stockelsdorfe Fayencemanufaktur) und Stralsund (siehe auch Stralsunder Fayencenmanufaktur) geprägt. In Skandinavien wurde Rörstrand aus Schweden berühmt. In Deutschland sind es Kathrin Grünke und Heidi Manthey die diesen Stil heute prägen.
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